Livingness und die Intelligenz des Körpers 

REVIEW

Köln, den 07.+08.10.2017

Leben wir so vital und voller Freude, wie wir es als Kinder getan haben? Wenn nicht – wo auf unserem Weg von der Kindheit durch die Pubertät zum Erwachsen werden haben wir die Spannkraft, Lebensfreude und Offenheit des kleinen Kindes verloren?

Mit dieser Frage haben sich die rund 80 TeilnehmerInnen, die an diesem Wochenende im Steigenberger Hotel in Köln zusammen gekommen sind, in Gesprächen und praktischen Übungen beschäftigt.

Bekannt für ihre vorausschauenden und zeitgemäßen Workshops und Vorträge, zeichnete Natalie Benhayon zunächst das Bild unserer momentanen Gesellschaft und ging dabei ohne Zurückhaltung auf die Zusammenhänge gesellschaftlicher Missstände ein. In unserer Gesellschaft sind viele Menschen zutiefst erschöpft und der natürliche Fluss des Lebens ist oft von Erwartungen, Druck und Überforderung überlagert. Zunehmend wird diese Lebensweise als „normal“ empfunden oder sogar kultiviert und wird uns regelrecht zur Gewohnheit. So entwickelt sich eine gesellschaftliche Norm, die sich in ein akzeptiertes Extrem verschiebt von dem viele glauben, dass es zum Mensch-sein dazugehört. Nicht wenige leben dabei dauerhaft mit 2 – 3 Krankheitssymptomen, z.B. Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und Müdigkeit. 

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Lesen Sie hier auch das REVIEW zur Veranstaltung LIVINGNESS 1 Workshop mit Natalie Benhayon

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Wie aber können wir als Erwachsene zurückfinden

zu der Vitalität, Liebe und Offenheit, mit der wir

als Kinder natürlicherweise gelebt haben? Mit 

anderen Worten, wie können wir wieder in einer

Art und Weise leben, ohne beständig einen wesent-lichen Teil von uns zu unterdrücken?

Natalie Benhayon erklärt, dass es 3 Arten von Intelligenz gibt, mit der wir dem Leben, aber auch der inneren Spannung und Widersprüchlichkeit begegnen.

 

Die uns angeborene Ganzkörper-Intelligenz – unsere „wahre Intelligenz“ – ist uns natürlich gegeben und ist der permanente, natürliche Impuls, sich stets zu regenerieren und in unserem natürlichen Zustand der Harmonie zu sein.

 

Mit dem Erwachsen-werden verlagern wir den Fokus zunehmend auf die Verstandes-Intelligenz. Hier ist der Fokus, das „Richtige“ zu tun, konform zu sein und Erwartungen zu erfüllen. Durch den Widerspruch zwischen dem, was wir mit unserer Ganzkörper-Intelligenz wahrnehmen und dem, was wir versuchen, mit Verstandes-Intelligenz zu entsprechen, entsteht jeden Tag eine mehr oder weniger große Spannung.

 

Hier kommt die 3. Intelligenz zum Tragen. Diese Intelligenz basiert auf unserem natürlichen Bedürfnis, die Spannung, die wir tagtäglich erleben, zu lösen. Wir suchen mit Hilfe dieser Intelligenz permanent nach Möglichkeiten, dieser Spannung aus dem Weg zu gehen oder sie zu reduzieren, stellen uns jedoch nicht die Frage, warum die Spannung überhaupt in uns ist.

Diese Erkenntnis ist bahnbrechend insofern, dass es uns erklärt, warum wir Menschen Verhaltensweisen praktizieren, die uns nachweislich nicht gut tun, die wir aber willentlich nicht wirklich abstellen können oder wollen – z.B. das falsche oder zu viel essen, übermäßiger Medienkonsum, Alkohol, Zigaretten, Emotionen, Stress etc. Wir nutzen diese Verhaltensweisen, um unsere Wahrnehmung zu dämpfen bzw. zu betäuben, damit wir diese permanente Spannung nicht mehr fühlen müssen – nutzen sie also als eine Art der Medikation. 

In Gruppenarbeit erkundeten die TeilnehmerInnen den Unterschied dieser verschiedenen Arten von Intelligenz und erlebten dabei ganz praktisch, wie sie ihrer Ganzkörper-Intelligenz – mit Ehrlichkeit und ohne Selbstverurteilung – wieder mehr Aufmerksamkeit schenken können. Mit einem einfachen 5-Schritte-Programm lernten die TeilnehmerInnen, im Alltag wieder mehr auf ihre Ganzkörper-Intelligenz zu hören und zu lernen damit umzugehen, alles wahrzunehmen, zu fühlen und dem Ausdruck zu geben – die Voraussetzung, um sich im Leben zu engagieren, ohne sich dabei zu verlieren oder zu distanzieren.

 

Am Nachmittag konnten die TeilnehmerInnen durch die gegenseitige Behandlung mit Sacred Esoteric Healing erfahren, wie es sich anfühlt, wieder mehr im Kontakt mit sich selbst zu sein. Durch diese praktische Erfahrung konnten die TeilnehmerInnen eine andere Perspektive zum tagtäglichen Alltagsstress einnehmen. Ein kleiner, aber bedeutender Schritt zurück zu der inneren Verbundenheit, die wir als kleine Kinder erlebt und gelebt haben.